Als Präsidentin der Kleinbauern-Vereinigung, Biobäuerin und Konsumentin kenne ich die Landwirtschaft aus verschiedenen Blickwinkeln. Seit Jahrzehnten engagiere ich mich für eine nachhaltige Landwirtschaft. Das heisst für mich konkret:

 

vielfältig und bäuerlich

Die Schweiz ist kleinstrukturiert und weist selbst regional grosse geografische Unterschiede auf. Diese Vielfalt an Landschaften bedingt kleine und mittlere Betriebe und eine Vielzahl an Betriebskonzepten. Eine bäuerliche Landwirtschaft lebt von der Nähe von Mensch, Tier und Boden und braucht zahlreiche Hände und Köpfe.

 

gentechfrei und standortgerecht

Die Schweiz ist zu kleinstrukturiert, um eine Koexistenz von gentechfreie und gentechnisch veränderten Pflanzen zu ermöglichen. Der konsequente Verzicht auf Gentechnik ist ein Qualitätsvorteil für Schweizer Lebensmittel. Standortangepasste Tiere und Pflanzen sind zudem robuster und weniger auf Pestizide oder Antibiotika angewiesen.

 

bodengebunden und agrarökologisch

Eine bodengebundene Landwirtschaft arbeitet in regionalen Kreisläufen und ist nicht angewiesen auf Futtermittel- und Düngerimporte. So werden Nährstoffüberschüsse und Umweltschäden in In- und Ausland minimiert. Eine konsequente Umsetzung des Raumplanungsgesetzes schützt das wertvolle Kulturland.

 

konsumentennah und fair

Mehr Nähe zwischen Produzenten und Konsumenten schafft faire Preise und fördert die Wertschätzung. Zu einer fairen Landwirtschaft gehört auch eine anständige Entlöhnung und Sozialversicherung der Mitarbeitenden, oftmals Ehefrauen.